Regelblatt

Das unverzichtbare Regelblatt zum Verhalten bei einem Überfall.
(Ausnahmsweise mal ernst gemeint!)

Was genau ist eigentlich ein „ÜBERFALL“?

Da nicht eindeutig geklärt ist, was man unter einem Überfall auf ein Zeltlager versteht und es deswegen unnötig zu Missverständnissen und unschönen Auseinandersetzungen kommen kann, haben wir einige grundlegende Regeln zusammengefasst, an die sich jeder Überfäller halten sollte.

1. DAS WICHTIGSTE:
Ein Überfall ist immer ein Spiel!
Unsere Überfälle haben nichts mit kriminellen oder halbkriminellen Handlungen zu tun. Wir grenzen uns deshalb scharf gegen ernstgemeinte Racheakte oder Übungen mit Bandenkriegs- charakter ab. Wenn man sagt: Ein „ÜBERFALL“ ist ein Spiel, dann bedeutet das genauer eine Art Nachtgeländespiel mit unbekannten Faktoren auf beiden Seiten.
Dem „Angreifer“ oder „Überfäller“ ist unbekannt:
-wo genau der Platz sich befindet,
-wie die Nachtwachen stehen,
-welche Überraschungen es gib
die „Überfallenen“ wissen nicht:
-wann der Überfall kommt,
-wer mit welchem Ziel kommt,
-mit welchen Tricks jemand versucht, in das Lager zu kommen.

2. Keinen Schaden anrichten!
Wie für jedes gute Spiel gilt: Niemand soll zu Schaden kommen: weder physisch noch psychisch, auch nicht materiell. Davon ausgenommen ist der „moralische“ Schaden: Sich zu schämen, weil man gleich geschnappt oder gekonnt überfallen wurde, gilt daher nicht als Schaden. Daraus folgt: Auf beiden Seiten werden keine Hieb-, Stich oder Schusswaffen, Schlagstöcke, Tränengas, Blendgranaten oder sonstige Dinge, die Gefahr für Gesundheit und Leben bedeuten, eingesetzt. Es findet von keiner Seite vorsätzliche Sachbeschädigung oder Diebstahl statt. Es kommen bei körperlichen Auseinandersetzungen keine gefährlichen Kampftechniken (Boxen, Karate, Kendo, Taekwon-Do usw.) zur Anwendung – faires „Raufen“ und Ringen reicht.

3. Ziel ist ein „Shakehands“
Zu jedem Zeitpunkt läuft ein Überfall so ab, dass man sich hinterher wieder versöhnlich die Hand reichen kann. Überfäller oder Überfallene, die das rechte Maß nicht kennen, die während der Aktion ausrasten, die Hass oder Brutalität zulassen oder fördern, eignen sich nicht für einen Überfall.

4. Ein Überfall hat ein festes Ziel!
Ziele können sein: den Lagerbanner rauben, im Lager etwas durcheinander bringen, einen wichtigen Gegenstand mitnehmen, im Lager still irgendeinen Streich spielen. Kein Ziel, ist es: Zelte beschädigen (es sind schon erheblich Schäden an eingeworfenen Zelten entstanden), im Wald Lärm machen, mit dem Auto hupend vorbeifahren, Teilnehmer entführen, Chemietoiletten umwerfen, Seile vom Lagerkreuz durchschneiden oder dasselbe umwerfen/ansägen usw.
Das vorrangige Ziel von KoZe ist nicht, die Lagerfahne zu rauben, sondern durch Lärm so viel wie möglich der Überfallenen zu wecken. Die anschließende Gefangennahme ist in fast allen Fällen beabsichtigt, siehe Punkt 5.

5. Ist ein Überfall vorbei, dann ist er wirklich vorbei!
Sobald sich beide Seiten auf das Ende verständigt haben, werden Überfäller als Gäste behandelt und benehmen sich selbst auch so. Dies bedeutet für das Lager: Keine „Misshandlungen“ der Überfäller, derer Fahrzeuge etc. Für die Überfäller: Ab jetzt Hände weg von Zelten, vom Banner, vom Lagermaterial. Es gilt als verpönt, nach einem Überfall noch eine große Show abziehen zu wollen: Leute wecken, Kracher werfen, Herumlärmen. Wenn der Überfall fair verlaufen ist, wird man sich vielleicht noch am Feuer zusammensetzen wollen, um einen Schluck miteinander zu trinken. Der echte Überfäller hat ein gutes Gespür dafür, wann seine Anwesenheit erwünscht ist und ab wann man die Überfallenen wieder in die Nachtruhe entlässt.

(Das meiste davon ist von irgendwo kopiert, ich weiß allerdings nicht mehr von wem, da es schon lange rumliegt, aber es wird mit Erlaubnis verwendet, soviel weiß ich noch. Der Webmaster)

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